Projekt

Erstellung einer UVU sowie eines LBP für den geplanten Rückbau der Talsperre Krebsbach

Auftraggeber

Thüringer Talsperrenverwaltung

Auftragswert

250.000 €

Zeitraum

1999-2001

Ausgangs-situation

Die Talsperre Krebsbach genügt im derzeitigen Zustand nicht mehr den einschlägigen technischen Richtlinien für Stauanlagen. Insbesondere genügt diese Talsperre nicht den derzeitigen Anforderungen an die Hochwassersicherheit. Da die Talsperre derzeit und absehbar nicht zu Zwecken der Trink- oder Brauchwasserbereitstellung genutzt wird, beabsichtigt der Betreiber der Anlage den Rückbau dieser Talsperre.

Projektinhalt

Für den geplanten Rückbau der Talsperre wurde ein Umweltverträglichkeitsgutachten sowie ein Landschaftspflegerischer Begleitplan erstellt.

Mit diesem Gutachten bzw. mit dieser Planung wurde teilweise methodisches Neuland betreten, da dieses Vorhaben den ersten im Zuge eines Planfeststellungsverfahrens mit eingeschlossener UVP zu genehmigenden Rückbau einer Stauanlage in Deutschland darstellt.

Die Untersuchung des Ist-Zustandes, die Prognose der vorhabensbedingten Auswirkungen sowie die Planung von LBP-Maßnahmen konzentrierte sich dabei auf das angestaute Fließgewässer, den Krebsbach, sowie auf wertvolle Biotope, die sich im Umfeld der Staufläche und der Stauanlage ausgebildet haben.

Insbesondere der Krebsbach wurde intensiv unter verschiedensten fachlichen Aspekten betrachtet (Hydrologie, Hydraulik, Sedimenttransport, Strukturgüte, biologische Durchgängigkeit, Gewässergüte, Makrozoobenthos, Fische).

Sowohl bei der Bewertung der vorhabensbedingten Auswirkungen als auch bei der Erstellung der Eingriffs- Ausgleichsbilanz trat die Besonderheit auf, dass die (positiv zu wertende ) Herstellung eines naturnäheren Gesamtzustandes gegen den Verlust wertvoller, jedoch standortuntypischer Lebensräume bzw. gegen den Wegfall positiver anlagenbedingter Effekte (‚Klärteich’, Schutz vor kleineren und mittleren Hochwässern) abzuwägen war.

 

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